Ratgeber
Wie groß muss ein QR-Code sein?
Ein Zehntel des Leseabstands, so lautet die bekannte Faustregel. Sie stimmt für kurze Links und wird ungenau, sobald mehr im Code steht. Entscheidend ist nicht die Kantenlänge, sondern die Größe der einzelnen Module, und die lässt sich ausrechnen.
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Größenrechner
Aus welcher Entfernung wird gescannt? Eine Visitenkarte etwa 0,2, ein Plakat 1,5.
Steht in unserem Generator unter der Vorschau. 25 passen für einen kurzen Link.
Bitte einen Abstand zwischen 0,1 und 100 Metern und 21 bis 177 Module eingeben.
- Muster
- 10,0 cm
- mit Ruhezone
- 13,2 cm
- je Modul
- 4,0 mm
Unter 2 cm Kantenlänge wird es auch aus der Nähe unzuverlässig. Plane mindestens 2 cm ein.
Worauf es ankommt: das einzelne Modul
Ein QR-Code besteht aus quadratischen Punkten, den Modulen. Die Kamera muss jedes davon einzeln auflösen können. Ob ein Code aus einer bestimmten Entfernung lesbar ist, hängt deshalb nicht an seiner Kantenlänge, sondern daran, wie groß ein einzelnes Modul im Kamerabild erscheint.
Die kleinsten Codes haben 21 × 21 Module. Mit jeder Stufe, im Standard „Version“ genannt, kommen je
Seite vier Module hinzu, bis 177 × 177. Ein kurzer Link wie https://qrmacher.de passt in
25 × 25 Module. Ein Link mit Kampagnenparametern braucht schnell 45, eine vollständig ausgefüllte
Visitenkarte mehr als 60. Auf derselben Fläche werden die Module dann entsprechend kleiner.
Die Faustregel 1:10 und ihre Grenze
Die verbreitete Regel lautet: Kantenlänge gleich ein Zehntel des Leseabstands. Aus zwei Metern also 20 Zentimeter. Sie trifft zu für Codes mit rund 25 Modulen je Seite. Dann ist ein Modul etwa ein Zweihundertfünfzigstel des Abstands groß, aus einem Meter also vier Millimeter.
Der Rechner oben nimmt genau dieses Verhältnis, ein Modul je 250stel des Abstands, und multipliziert es mit der Zahl der Module. Für einen kurzen Link kommt dasselbe heraus wie bei der Faustregel. Ein dichter Code mit 49 Modulen braucht dagegen fast die doppelte Kantenlänge. Wer nur mit 1:10 rechnet, druckt ihn zu klein.
Das bleibt eine Faustregel, keine Norm. Neue Handys mit guter Kamera schaffen mehr, ältere Geräte bei schlechtem Licht weniger. Ein zu großer Code stört niemanden, ein zu kleiner ist wertlos. Im Zweifel also großzügiger.
Die Ruhezone gehört zur Fläche
Rund um das Muster braucht der Code einen hellen Rand von vier Modulbreiten. Daran erkennt der Scanner, wo das Muster aufhört. Der Rechner gibt deshalb zwei Maße aus: das Muster selbst und die Fläche einschließlich Ruhezone. Für das Layout zählt die zweite, denn sie ist der Platz, den nichts anderes berühren darf: kein Text, keine Kante, kein Rahmen.
Unser Generator setzt die Ruhezone von sich aus auf vier Module und rechnet sie in PNG und SVG mit ein. Wer die Datei ins Layout zieht, muss also nichts dazugeben, darf den Rand aber auch nicht wegschneiden.
Beispiele aus der Praxis
Die Werte gelten für das Muster ohne Ruhezone. Links ein kurzer Link mit 25 Modulen, rechts ein Code mit 41 Modulen, etwa ein Link mit rund 100 Zeichen.
| Einsatz | Leseabstand | 25 Module | 41 Module |
|---|---|---|---|
| Visitenkarte | 20 cm | 2 cm | 3,3 cm |
| Speisekarte, Tischaufsteller | 40 cm | 4 cm | 6,6 cm |
| Plakat im Schaufenster | 1,5 m | 15 cm | 24,6 cm |
| Messewand, Banner | 3 m | 30 cm | 49,2 cm |
| Bauzaun, Fahrzeug | 5 m | 50 cm | 82 cm |
An der Visitenkarte zeigt sich, warum weniger Inhalt oft die bessere Wahl ist. Eine vCard mit zwei Telefonnummern, Anschrift und Notiz kommt schnell auf mehr als 60 Module. Aus 20 Zentimetern gelesen braucht das fast fünf Zentimeter Kantenlänge, und auf einer Karte von 85 × 55 Millimetern bleibt dann kaum Platz für den Namen. Mehr dazu auf unserer Seite zum vCard-QR-Code.
Wie viele Module hat mein Code?
Unser Generator zeigt die Zahl unter der Vorschau an, zusammen mit der Länge des Inhalts in Byte. Wie viele Module ein Code braucht, entscheidet vor allem die Länge dessen, was drinsteht. Die folgende Übersicht gilt für die voreingestellte Fehlerkorrektur M:
| Inhalt bis | Module je Seite |
|---|---|
| 14 Zeichen | 21 × 21 |
| 26 Zeichen | 25 × 25 |
| 42 Zeichen | 29 × 29 |
| 62 Zeichen | 33 × 33 |
| 84 Zeichen | 37 × 37 |
| 106 Zeichen | 41 × 41 |
| 122 Zeichen | 45 × 45 |
| 152 Zeichen | 49 × 49 |
Drei Dinge treiben die Zahl nach oben:
-
Länge des Inhalts. Jedes Zeichen zählt. Kampagnenparameter wie
?utm_source=flyer&utm_medium=printverdoppeln die Länge eines Links leicht. Eine aufgeräumte Adresse auf der eigenen Domain ist die bessere Wahl. - Umlaute und Sonderzeichen. Die Tabelle zählt einfache Zeichen. Ein ä, ö oder ß belegt zwei davon, ein Emoji vier.
- Höhere Fehlerkorrektur. Stufe Q oder H macht den Code robuster, braucht aber Platz für die zusätzlichen Prüfdaten. Wann sich das lohnt, steht im Artikel über die Fehlerkorrektur.
Die Untergrenze: zwei Zentimeter
Auch aus kurzer Entfernung gibt es ein Minimum. Handykameras stellen nicht beliebig nah scharf, und ein Modul von einem halben Millimeter verschwimmt bei jedem Druckverfahren an den Rändern. Unter etwa zwei Zentimetern Kantenlänge wird es deshalb unzuverlässig, auch wenn die Rechnung für ganz kurze Abstände weniger ergäbe. Der Rechner weist dann darauf hin.
PNG oder SVG, und wie viele Pixel?
Für den Druck ist SVG die richtige Wahl. Die Datei beschreibt das Muster als Vektorgrafik und bleibt in jeder Größe scharf, von der Visitenkarte bis zum Bauzaun.
Verlangt die Druckerei eine Pixeldatei, zählt die Auflösung. Üblich sind 300 Punkte pro Zoll. Ein PNG mit 2000 Pixeln Kantenlänge, der größten Stufe in unserem Generator, reicht damit für knapp 17 Zentimeter. Alles darüber gehört als SVG in den Druck. Ein kleines PNG hochzurechnen hilft nicht: Die Kanten der Module werden weich, und genau an diesen Kanten orientiert sich der Scanner.
Auf dem Bildschirm und an der Wand
Für Präsentationen gilt dieselbe Rechnung, nur ist der Leseabstand die Entfernung zur letzten Reihe. Aus acht Metern braucht ein kurzer Link 80 Zentimeter auf der Leinwand. Ein Code, der klein in der Ecke einer Folie steht, ist für die hinteren Reihen nicht vorhanden. Besser: eine eigene Folie, auf der nur der Code steht, und die Adresse lesbar darunter.
Vor der Auflage: einmal in Originalgröße
Der zuverlässigste Test kostet ein Blatt Papier. Den Code in der geplanten Größe ausdrucken, und zwar mit „Tatsächliche Größe“ oder „100 %“ im Druckdialog. Die Voreinstellung „An Seite anpassen“ skaliert das Bild und verfälscht die Probe. Dann aus dem geplanten Abstand scannen, mit einem älteren Handy und bei dem Licht, das am Einsatzort herrscht.
Klappt das nicht, hilft der Artikel QR-Code wird nicht erkannt bei der Suche nach der Ursache.